Dynamit im Maritim

Ein Beitrag zur mittlerweile beliebten Serie „Arschlochkonzerne bei Mörderkongressen“. Heute: Die Dynamit Nobel Defence GmbH aus Burbach.

Heute ist Alfred Nobel wohl einer der namentlich bekanntesten Wissenschaftler. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verhalf er durch die Erfindung von Dynamit der zivilen Sprengstoffnutzung zu nie gekannter Sicherheit. Waren bis dahin Sprengungen immer mit dem enormen Risiko von ungewollten Zündungen verbunden, konnten durch die Mischung vom sehr erschütterungsempfindlichen Nitroglyzerin mit Kiselgur Sprengungen nun im großen Stil durchgeführt werden.

Hauptsächlich durch diese Erfindung erlangte Alfred Nobel und sein Unternehmen, dass als Dynamit Nobel in die Geschichte eingegangen ist Reichtum und Anerkennung. Dem Geiste der Wissenschaft treu gründete Nobel in der Folge eine Stiftung, die bis heute alljährlich die berühmten Nobelpreise an die herausragenden Wissenschaftler ihrer Bereiche vergibt. Seit dem verbindet die Begriffe „Dynamit“ und „Fortschritt“ eine enge Freundschaft.

Doch was ist aus dem geschichtsträchtigen Unternehmen geworden, dass den ersten Weltkrieg maßgeblich ermöglichte, enorme Profite durch ihn erwirtschaftete und dazu noch russische Zwangsarbeiter in die Pflicht nahm? Wo steht heute das Unternehmen, dass ab 1926 zur I.G. Farben gehörte und im Dritten Reich von enormen Staatshilfen und hunderttausend Zwangsarbeitern mehr als gut lebte? Was erwartet man von einem Unternehmen, dass die deutsche Armee nach Niederlage und Wiederbelebung mit „geschätzten“ 3,2 Millionen Landminen und ungezählten Panzerfäusten aufrüstete? (mehr…)

Aufruf von KOP-Berlin

Die Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt:

„fight capitalist war, fight capitalistic peace!“
Antirepressionsdemo gegen Polizeikongress

Am 14. und 15. Februar 2012 findet der inzwischen 15. Europäische Polizeikongress in Berlin statt. Dort treffen sich Vertreter von Rüstungsunternehmen mit Innenpolitik, Geheimdienst und Polizei. Das Motto dieses Jahr: “Vernetzte Sicherheit: Terrorismus Homegrown – International – Cyber”. Die behandelten Themen sind unter anderem: Strategies for Homeland Security, Fight against radicalization and extremist ideologies, Border Control, Police cooperation in Europe, Cyber crime, Cyber war.

Wir wenden uns gegen die koordinierte und instututionalisierte rassistische Kriminalisierung von Menschen aus unserer Mitte.

KOP ruft gemeinsam mit einem breiten Bündnis von Berliner Gruppen auf zum gemeinsamen und solidarischen Widerstand gegen rassistische Polizeischickane, Willkür und Diskriminierung, gegen Überwachungswahnsinn und Kriminalisierung.

Aufruf der Alj

Gleich zweimal treffen sich in den nächsten Wochen in Berlin selbsternannte „Sicherheitsexperten“, um darüber zu beratschlagen, wie sie mit Hilfe von Polizei und Militär auch weiterhin das kapitalistische System am Laufen halten können. Zunächst zur „Urban Operations Conference“ im schicken Maritim-Hotel in Mitte, bei der von 31.1.- 2.2. Militärs, Rüstungsfirmen und Politiker_innen sich darüber verständigen, wie die weltweit wachsenden Städte als potenzieller Ort von Aufständen und Revolten militärisch kontrolliert werden können.
Um ganz ähnliche Fragen wird es ein paar Tage später im Berliner Congress Centrum (bcc) am Alexanderplatz gehen, nur diesmal aus dem Blickwinkel der Polizei: zum europäischen Polizeikongress wird es vermutlich – die Krisenproteste von Athen bis Lissabon, von Neapel bis London legen es nahe – um das bessere polizeiliche „Management“ von großen (und militanten) Protestereignissen gehen. Wie es gehen kann, hat die Berliner Polizei erst vor kurzem bewiesen: angesichts von nächtlichen Brandstiftungen an Autos wurden flächendeckende Funkzellenüberwachungen durchgeführt, um Verdächtige aufzuspüren.
Wir sagen: verpisst euch mit eurer Kontrolle, mit eurer „sauberen Stadt“ und dem ganzen Mist! Unsere Sicherheit wird von der Polizei nicht geschützt, sondern gefährdet!
Deshalb: am 28.1. raus auf die Straße!
Alj

Aufruf von BerTa

Gemeinsam gegen Polizeigewalt!

Unseren Unmut über die zwei Kongresse (Polizeikongress und urban-operations conference) wollen wir durch die Teilnahme an der Demo gegen den Polizeikongress zum Ausdruck bringen und dabei den Gedanken der Tierbefreiung mit einbringen.

Wir verstehen die Tierbefreiungsarbeit im Sinne der Intersektionalität
als Teil des Kampfes gegen verschiedenste Herrschaftsformen und für eine
emanzipatorische Gesellschaft.
Jede Form von Herrschaft gilt es anzugreifen und zu zerschlagen!

Wir solidarisieren uns mit allen Betroffenen staatlicher Repression, die
sich für eine herrschaftsfreie Gesellschaft einsetzen.

Seit einigen Jahren rückt auch die Tierbefreiungsbewegung verstärkt in den Fokus
staatlicher Repression.
Ein Beispiel dafür ist der österreichische §278a-Prozess gegen 13 Aktivist_innen, der sich über ein Jahr hingezogen hat und auch nach einem vorläufigen Freispruch noch nicht beendet ist. (mehr…)

Demoroute, Orientierungskarte

Die Demonstration am 28. Januar beginnt um 16:00 (bitte pünktlich kommen wegen Kälte) und nimmt folgenden Weg:

Herrfurthplatz – Schillerpromenade – Okerstraße – Weisestraße – Herrfurthstraße -
Werbellinstraße – Karl Marx Straße – Erkstraße – Wildenbruchstraße – Weserstraße –
Kottbusser Damm – Herrmanplatz – Hasenheide – Gneisenaustraße – Mehringdamm -
Tempelhofer Damm – Polizeipräsidium

Orientierungskarte

Zum vergrößern auf die Karte klicken.