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Weiter muss es gehn…

Krieg beginnt hier! Kriegsprofiteuren das Handwerk legen!

Vom 31. Ja­nu­ar bis zum 2. Fe­bru­ar 2012 fin­det in Ber­lin ein Tref­fen von Ver­tre­te­rIn­nen der Rüs­tungs­in­dus­trie, der Bun­des­wehr und ThinkTanks statt. Ganz un­ge­stört sol­len im Hotel Ma­ri­tim pro­Ar­te neue Me­tho­den der Kriegs­füh­rung, neue Waf­fen­sys­te­me und mi­li­tä­ri­sche Aus­rüs­tungs­ge­gen­stän­de an­ge­prie­sen wer­den. Wir las­sen den Kriegs­stra­te­gen und Kriegs­pro­fi­teu­ren keine Ruhe!

Kund­ge­bung gegen Mi­li­tär­ta­gung
Mitt­woch | 1. Fe­bru­ar 2012 | 18 Uhr
Hotel Ma­ri­tim pro­Ar­te | Fried­rich­stra­ße 151

Quelle: nowar.blogsport.de

Aus dem Polizeiticker:

Bei einer als „Demonstration gegen den Polizeikongress“ angemeldeten Versammlung kam es gestern Nachmittag zu einer Reihe von Angriffen auf Polizeibeamte.
Zunächst hatten sich ab 15 Uhr 45 etwa 300 Personen aus dem linken Spektrum mit Transparenten und einem Lautsprecherwagen auf dem Herrfurthplatz versammelt. Bereits bei Vorkontrollen musste die Polizei Vermummungsutensilien und Pyrotechnik sicherstellen. Gegen 16 Uhr 45 Uhr startete der Aufzug. 600 Demonstranten bewegten sich auf der genehmigten Wegstrecke, als bereits wenige Minuten nach Beginn Glasflaschen, Pyrotechnik und Steine auf Polizeibeamte geworfen wurden. Zwischenzeitlich wuchs der Aufzug auf ca. 1.000 Teilnehmer an, die sich überwiegend aggressiv verhielten. In der Weserstraße wurde der Verbindungsbeamte der Polizei, dessen Aufgabe darin besteht, den Kontakt zwischen dem Versammlungsleiter und dem Leiter des Polizeieinsatzes zu halten, mit einem Tritt in den Rücken zu Fall gebracht und verletzt. Gegen 17 Uhr 35 wurde die Demonstration von der Versammlungsleiterin am Reuterplatz überraschend beendet. In der Folge begingen abströmende Teilnehmer weitere Straftaten, griffen u.a. Verkehrspolizisten an, zerstörten Schaufensterscheiben an Geschäften, aus denen Ware gestohlen wurde, und versuchten mehrfach erfolglos, sich in größeren Gruppen zu sammeln und geschlossen in Richtung Friedrichshain-Kreuzberg zu ziehen. Die polizeilichen Maßnahmen führten bis 20 Uhr zu einer vollständigen Lageberuhigung. Insgesamt wurden 96 Personen überprüft, es gab 35 Freiheitsentziehungen, diverse Platzverweise und 13 Strafermittlungsverfahren wurden eingeleitet.

Zu einer Reihe strafbarer Aktionen kam es in der vergangenen Nacht in Friedrichshain. Ein Bezug zu einer Demonstration am Nachmittag in Neukölln, die von Angriffen auf die Polizei gekennzeichnet war, ist nicht auszuschließen.
Kurz nach Mitternacht wurden gewaltbereite Gruppen in Friedrichshain aktiv. Gegen 0 Uhr 25 Uhr betraten mehrere unbekannte Personen den Hof der (vor einem Jahr von der Polizei gewaltsam geräumten) Liebigstraße 14 und zerschlugen dort Fensterscheiben. Anschließend begaben sie sich in den Flur des Hauses und besprühten die Wand.

Indymedia berichtet über einen Angriff der Polizei auf das gesamte Haus in der Rigaerstr. 94:

Die Kadterschmiede und das Hausprojekt Rigaer 94 in Berlin wurden in der vergangenen Nacht von mindestens einer Hundertschaft gestürmt.
Beamte der 24. Einsatzhundertschaft haben über mehrere Stunden mit Rammböcken, Brecheisen und Leitern versucht, an verschiedenen Punkten in das Haus zu kommen. Dabei wurden in Intervallen Kartuschenweise Pfefferspray und der Inhalt mehrerer Feuerlöschern ins Innere gesprüht, bis sich die z.T. giftigen Stoffe im ganzen Haus verteilt hatten. Rufe aus den oberen Stockwerken, dass die Räume im Untergeschoss nicht zu entlüften sind, wurden mit „Dann macht halt die Tür auf“ und „Heult doch!“ quittiert. Mit der Begründung, es sei aus dem Haus heraus zu Angriffen auf Polizeibeamte gekommen, wurden alle Wohnungen gestürmt, wobei die Schweine nicht zimperlich gegen die Anwesenden vorgingen.

Als sie im Haus waren, wurde kein Widerstand geleistet, trotzdem wurden die Anwesenden brutal zu Boden gebracht, dabei z.T. geschlagen und getreten und anschließend gefesselt. Mindestens eine Person musste zur Behandlung in ein Krankenhaus. Wieviele letztendlich durch den Polizeieinsatz verletzt worden sind, ist unklar, es sind jedoch weitere RTW vor dem Haus gesehen worden. Zur Stunde hat die Berliner Polizei die Rigaer Straße zwischen Liebig- und Proskauer Straße abgesperrt, was mit den im Haus anwesenden im Weiteren geschieht, ist unklar. Spekuliert wird aber, dass sie Leute auf Gefangenensammelstellen bringen und das Haus komplett durchsuchen. Presse, Anwälte und Abgeordnete die vor Ort waren/sind, wurden/werden von der Polizei nicht zum Haus gelassen.

In der Kadterschmiede fand am Abend eine Soliveranstaltung zur Demo gegen den Internationalen Polizeikongress statt.

Demo 2012

1500 Leute bei Demo in Neukölln. Dynamisches Ende am Reuterhplatz.
Heute fand in Berlin Neukölln eine Antirepressionsdemo unter dem Motto „Fight capitalist war – fight capitalist peace!“ statt. Rund 1500 Leute folgten einem der vielen Aufrufe von linksradikalen Gruppen. Ab 16Uhr sammelten sich Leute am Herrfurthplatz und in den umliegende Straßen. Das Konzept, sich erst der laufenden Demo anzuschießen fand großen Anklang. Nach einer leichten Verzögerung und einer kurzen Auftaktkundgebung setzte sich der, zunächst noch überschaubare Zug in Bewegung. Mit schnellem Schritt und lauten Parolen ging es erst eine Runde um den Herrfurthplatz und dann durch den Schillerkiez. Dort gab es auf einem Hausdach eine bengalische Solidaritätbekundung, die die Stimmung zusätzlich anheizte. Bis zur Werbellinstraße wuchs die Demo auf ihre volle Größe an. Dort passierte sie eine Polizeiwache, vor der sich bereits vor Eintreffen der Demonstration behelmte Bullen hinter Tretgittern versteckten. Erst ab der Karl-Marx-Straße zeigten sich auch Bullen, die die Demonstration zufuß begleiteten, wenn auch nur auf Abstand. Ansonsten gab es kein Spalier oder dergleichen Provokationen. Ein Kamerawagen der Bullen, versuchte die ganze Zeit über vergeblich, die vorderen Reihen abzufilmen. Zwei Regenschirme vor der ersten Reihe verhinderten allerdings diesen geplanten Eingriff in die informationelle Selbstbestimmung, bis der Kamerawagen irgendwann genervt abdrehte und von dem Unterfangen abließ.
Mit mehrsprachigen Flugblättern wurden interessierte Passanten über den Polizeikongress, die International Urban Operations Conference, sowie institutionellen Rassismus und Polizeigewalt informiert. In Redebeiträgen wurde vor allem auf das repressive Klima im Schillerkiez und das Quartiersmanagement, welches mit dafür verantwortlich ist informiert.
Am Reutherplatz entschied sich die Menge spontan für mehr Action. Viele vermummten sich und machten sich in Kleingruppen über den Platz davon. Die Demo wurde, ebenso zügig wie sie lief, von der Anmeldung für beendet erklärt und anschließend aufgelöst. Kurz zuvor musste der „Kontakt zu Veranstalter“-Bulle noch einmal in die Horizontale und Bekanntschaft mit der Genossin Grauwacke machen.
Nach der Demo versuchten die Schweine, Wege nach Kreuzberg zu blockieren, um ein Übergreifen der Dynamik auf den Nachbarbezirk zu verhindern. Was zur Zeit abgeht lässt sich nur erahnen. Es soll einen Kessel in Kreuzberg geben und in Neukölln sind überall Bullen geparkt oder fahren unkoordinert durch die Gegend. Bleibt zu hoffen, dass die Bullen noch eine möglichst unangenehme und stressige Nacht vor sich haben.

Bis jetzt ist eine positive Bilanz zu ziehen. Die Ansage, sich nicht den Charakter der Demo von der Gegenseite diktieren zu lassen, hat Wirkung gezeigt: Kein Spalier, kein Gefilme, Vorkontrollen eher unmotiviert etc.

(Quelle: Indymedia)

Ein ausführlicherer Nachbereitungs-Artikel folgt bald

Solidarität mit der Rigear 94 und allen anderen von Repression betroffenen Menschen
One Struggle One Fight !!!

Letze Updates

Orientierungskarte

Wenn ihr ankommt lasst euch nicht auf Vorkontrollen ein, verweigert sie !

Wir beginnen pünktlich um 16Uhr ohne Verzögerung !

Wir wollen nicht im Wanderkessel laufen, falls einer vorhanden ist, macht Druck und geht raus aus dem Kessel und macht von außen weiter Druck !

Wir wollen zügig laufen schaut das ihr dran bleibt !

Wir wollen jeder Provokation der Bullen ein entschlossenes Vorgehen entgegensetzen !

Der Berliner Ermittlungsausschuss ist geschaltet: 030/6922222

Wir demonstrieren gegen Unterdrückung

– und das soll man auch sehen!

Wir kennen alle die Situation: Erst Vorkontrollen, dann Kameras und Spalier, später gibt’s noch auf die Kapuze und Leute werden eingesackt. Ob das rechtskonform ist oder nicht, ist in er Situation völlig egal. Es ist nicht weniger unangenehm, in einem juristisch einwandfreien Kessel zu frieren. Es wäre ein gutes Zeichen, am 28.1. nicht dem Bild einer Schafsherde zu entsprechen. Dies ist ein Aufruf zu Entschlossenheit, Dynamik und Spontanität. Vorkontrollen? Verweigern und später in die Demo gehen. Spalier? Lauft außerhalb und pöbelt die Schweine vom Gehweg aus an. Kameras? Bringt Regenschirme, falsche Bärte oder Hassis mit. Wenn uns die Bullen aufhalten, biegen wir eben ab. Also lasst euch was einfallen, bildet Bezugsgruppen und lasst es krachen.

Es ist unsere Stadt – und unsere Demo sowieso!

ACAB

Quelle: Kontaktformular